恋文
11.06.2027 · 18:00–19:15
Briefe des Herzens
Musik · Literatur · Leidenschaft
KOIBUMI – das japanische Wort für „Liebesbrief“ – erzählt davon, was wir einem anderen Menschen sagen möchten, und wofür Worte allein manchmal nicht ausreichen. Musik und Sprache öffnen den Raum für Nähe und das Ungesagte.
Es liest Mavie Hörbiger. Eine visuelle Installation von Kathi Senn ergänzt diesen Dialog.

Violine
Julian Kainrath, 2005 in Meran geboren, zählt zu den profilierten jungen Geigern seiner Generation. Er ist Gewinner des ICMA Discovery Award 2022 sowie des Internationalen Ysaÿe-Wettbewerbs. Seine Ausbildung begann er bei Dora Schwarzberg und setzte sie bei Boris Kuschnir an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz fort. Seit seiner Teilnahme an der Verbier Festival Academy 2019 arbeitet er eng mit Marc Bouchkov zusammen, der seine künstlerische Entwicklung seither begleitet. Als Solist und Kammermusiker gastierte Kainrath in bedeutenden Konzertsälen wie der Philharmonie Luxembourg, dem Teatro La Fenice, dem Wiener Konzerthaus und der Smetana Hall in Prag. Seine Konzerttätigkeit führte ihn darüber hinaus zu Orchestern, Festivals und künstlerischen Partner in Europa und den Vereinigten Staaten.

Violine
Ruslán Talas ist ein in Kasachstan geborener Violinist. Sein musikalischer Werdegang wurde von der europäischen, russischen und kasachischen Violinschule geprägt, die bis heute seinen vielseitigen und leidenschaftlichen Zugang zum Instrument bestimmen. Seine Ausbildung begann er an der Kasachischen Nationalen Musikakademie in Astana und führte ihn an die Zentrale Musikschule sowie das Staatliche Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau zu Irina Bochkova. Seit 2021 studiert er bei Janine Jansen, zunächst am HEMU-Konservatorium in Sion, heute an der Kronberg Academy. Ruslan Talas ist Preisträger zahlreicher internationaler Violinwettbewerbe: Laureat des Queen Elisabeth Competition (2024), II. Preis beim Stuttgart International Violin Competition (2024), Finalist beim Montreal International Musical Competition (2023) und 1. Preis beim Rodolfo Lipizer International Violin Competition (2022).

Inspiriert von der Schönheit in ihren unterschiedlichsten Ausdrucksformen — in der Musik, der bildenden Kunst und in der Begegnung mit Menschen — versteht Mariko Hara ihre Konzerte als Orte des Dialogs zwischen Kulturen, Kunstformen und Publikum. Bereits im Alter von sechzehn Jahren debütierte sie als Violinsolistin mit dem Japan Philharmonic Orchestra. 2005 entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Viola, deren warmer, tiefgründiger Klang seither ihr künstlerisches Schaffen prägt. Als Preisträgerin des Internationalen Brahms-Wettbewerbs sowie der Auszeichnungen Best of NRW und Junger Künstler der Mozart Gesellschaft Dortmund konzertierte sie in Sälen wie der Wigmore Hall London, dem Wiener Konzerthaus, dem Beethoven-Haus Bonn, der Tokyo Opera City und der Toppan Hall.

Violoncello
Alexandra Kahrer ist eine österreichische Cellistin, die bei internationalen Musikwettbewerben vielfach ausgezeichnet wurde. Zuletzt gewann sie 2025 den 3. Preis beim renommierten Prague Spring International Music Competition sowie den Publikumspreis und den Czech Music Fund Award für die beste Interpretation des für den Wettbewerb komponierten zeitgenössischen Werkes. 2024 erhielt sie den 1. Preis beim International Grunewald Music Competition Berlin unter der Patronanz von David Geringas. Als Solistin konzertierte sie u. a. mit dem Prague Symphony Orchestra, der Kremerata Baltica, den Jenaer Philharmonikern, den Bad Reichenhaller Philharmonikern und vielen weiteren. Ihre Auftritte führten sie in bedeutende Konzerthäuser wie den Wiener Musikverein, das Wiener Konzerthaus, das Rudolfinum Prag, die Philharmonie Brünn und das Casals Forum Kronberg. Seit Oktober 2025 studiert sie an der Kronberg Academy bei Wolfgang Emanuel Schmidt. Alexandra spielt ein Cello von Giovanni Battista Rogeri (Brescia, 1671), eine Leihgabe der Deutschen Stiftung Musikleben.

Lesung
Mavie Hörbiger wurde in München geboren und begann ihre Theaterkarriere 2001 am Schauspiel Hannover. 2008 arbeitete sie zum ersten Mal in Wien am Theater in der Josefstadt, seit 2011/12 gehört Hörbiger zum Ensemble des Wiener Burgtheaters. Neben ihrer Theaterarbeit ist Mavie Hörbiger für Film- und Fernsehproduktionen tätig. 2001 erhielt sie die Romy als „Beliebtester weiblicher Shootingstar“. 2016 wurde sie von der Deutschen Akademie für Fernsehen in der Kategorie „Beste Nebenrolle“ und im selben Jahr für den Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie „Beste Nebenrolle“ nominiert. 2021 wurde sie in der Kategorie Kulturerbe von der Zeitung "Die Presse" als Österreicherin des Jahres ausgezeichnet.

Visuelle Installation
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