余香
14.02.2027 · 18:00–19:15
Die Erinnerung der Sinne
Musik · Literatur · Duft
Ein Klang, ein Wort, ein Duft – und plötzlich öffnet sich eine längst vergangene Welt.
Inspiriert von Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ verbindet YOKŌ Musik und Literatur mit der verborgensten und zugleich intimsten Form der Erinnerung: dem Duft.
YOKŌ – „nachklingender Duft“ – wird zu einer Reise durch Erinnerung, Zeit und die tief liegenden Verbindungen unserer Sinne.

Kammermusik war stets ein zentraler Bestandteil von Barbara de Menezes Galantes musikalischem Werdegang. 1990 in São Paulo in eine Musikerfamilie geboren, begann sie mit sechs Jahren mit dem Violinunterricht. 2009 folgte sie einer Einladung von Prof. Lavard Skou-Larsen ans Mozarteum Salzburg und wurde Mitglied der Salzburger Kammersolisten. Von 2010 bis 2018 studierte sie an der MDW bei Prof. Anton Sorokow und Prof. Edward Zienkowski. 2014 erhielt sie den Eleazar-de-Carvalho-Preis, die renommierteste Auszeichnung für klassische Musiker:innen in Brasilien; seither ist sie regelmäßig als Solistin unter Marin Alsop und Isaac Karabtchevsky zu hören. Seit 2022 gastiert sie als Konzertmeisterin bedeutender brasilianischer Sinfonieorchester, darunter das OSESP. Von 2013 bis 2024 war sie Mitglied des Wiener Auner Quartetts; 2021 gründete sie das Essenz Trio. Barbara ist Professorin für Violine und Kammermusik an der Friedrich Gulda School of Music in Wien.

Die 2001 in São Paulo geborene Geigerin Maria Júlia wurde mit elf Jahren am Konservatorium aufgenommen und machte schon früh als Solistin auf sich aufmerksam — als Preisträgerin der Solistenwettbewerbe des Symphonieorchesters São Paulo (OSESP) und des Orquestra Experimental de Repertório. Als Kammer- und Orchestermusikerin gastierte sie beim Winterfestival in Campos do Jordão, wo sie 2019 als Konzertmeisterin wirkte, beim Ilumina Festival, beim Lucerne Festival, beim Edinburgh International Festival und beim Sion Festival. Sie ist 1. Preisträgerin der Cidnay Violin Academy (2022). Nach ihrem Bachelorabschluss an der Universität Mozarteum Salzburg bei Prof. Esther Hoppe und Prof. Klara Flieder absolviert sie derzeit ihr Masterstudium an der MUK Wien bei Prof. Kristina Šuklar.

Inspiriert von der Schönheit in ihren unterschiedlichsten Ausdrucksformen — in der Musik, der bildenden Kunst und in der Begegnung mit Menschen — versteht Mariko Hara ihre Konzerte als Orte des Dialogs zwischen Kulturen, Kunstformen und Publikum. Bereits im Alter von sechzehn Jahren debütierte sie als Violinsolistin mit dem Japan Philharmonic Orchestra. 2005 entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Viola, deren warmer, tiefgründiger Klang seither ihr künstlerisches Schaffen prägt. Als Preisträgerin des Internationalen Brahms-Wettbewerbs sowie der Auszeichnungen Best of NRW und Junger Künstler der Mozart Gesellschaft Dortmund konzertierte sie in Sälen wie der Wigmore Hall London, dem Wiener Konzerthaus, dem Beethoven-Haus Bonn, der Tokyo Opera City und der Toppan Hall.

Simon Tetzlaff zählt zu den vielseitigsten Cellisten seiner Generation. Seit seinem Solodebüt in der Hamburger Elbphilharmonie 2020 gastierte er unter anderem beim Elba International Music Festival, bei Syrinx in Toronto, bei Music in the Mansion in Los Angeles, beim Rheingau Musik Festival und im Schloss Elmau. Kammermusikalisch arbeitete er mit Rainer Schmidt, Alina Ibragimova, Benjamin Beilman und Christian Tetzlaff. 1997 in Frankfurt in eine Musikerfamilie geboren, studierte er bei Prof. Julian Steckel in München und Prof. Clemens Hagen am Mozarteum Salzburg; 2024 schloss er sein Solistendiplom mit einem Vollstipendium der USC in Los Angeles ab. Sein Debütalbum mit Werken von Kodály, Ysaÿe und Sibelius erschien Ende 2025 bei Hänssler Classic und erhielt den Opus Klassik.

Gabriel Meloni trat bereits als Kind in verschiedensten Formationen auf und debütierte mit zehn Jahren mit Orchester. Seine Ausbildung erhielt der 2001 geborene Pianist bei Oliver Schnyder und Konstantin Scherbakov am PreCollege der Zürcher Hochschule der Künste sowie bei Jan Jiracek von Arnim. Derzeit studiert er bei Benedetto Lupo an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia und Kammermusik bei Prof. Stefan Mendl an der MDW Wien. Er ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe, darunter des Rotary Klavierpreises in Lindau und der Nuova Coppa Pianisti; 2025 erhielt er das Sylff-Stipendium der Tokyo Foundation. Einladungen führten ihn ins Wiener Konzerthaus, zum Wiener Musikverein, zu den Bregenzer Festspielen und zum Festival Due Mondi in Spoleto.

Caroline Peters zählt zu den wichtigsten deutschen Schauspielerinnen. Auf ein Engagement an der Berliner Schaubühne bereits während ihres letzten Studienjahres folgten weitere an den Schauspielhäusern Hamburg, Köln und Zürich sowie an der Volksbühne Berlin. Seit 2004 steht sie — mit kurzer Pause — als Ensemblemitglied am Burgtheater in Wien auf der Bühne; 2020 spielte sie die Buhlschaft im Jedermann bei den Salzburger Festspielen. Gemeinsam mit Regisseur:innen wie Dimiter Gotscheff, Karin Beier, Luc Bondy, Nicolas Stemann, René Pollesch, Simon Stone und Thomas Ostermeier prägt sie das Gegenwartstheater. Sie wurde zweimal von Theater heute als Schauspielerin des Jahres und zweimal mit dem Nestroy-Preis ausgezeichnet. 2024 erschien ihr erstes Buch, Ein anderes Leben.
Foto: Mathias Bothor
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